Zeit-Jeremiaden    (alttestamentliche Buch der Klagelieder)


Das Lied von den Surrogaten   (bezeichnet meist den Ersatz für einen Rohstoff).

Zeit des Dampfes, der Erfindung,
Voll der Kraft und Herrlichkeit,
Wer nicht leidet an Erblindung,
Loben muss er unsere Zeit.
Doch vergebt dem lustigen Rate,
Wenn sein sonderlicher Geist
Als der Zeit der Surrogate
Sie vor allen andern preist.

Wissenschaft, du Himmelsgabe,
Die die Wahrheit uns erschließt!
Klopfest mit dem Moses stabe
An den Stein – die Quelle fließt;
Doch nach Gold und Ruhm nur rennt man
Heut zu Tage früh und spat –
Populären Vortrag nennt man
Dein erbärmlich Surrogat.

Kunst! Du Königin des Lebens,
Die das Dasein himmlisch schmückt,
Hohes Ziel des höchsten Strebens,
Das ein Menschenherz beglückt!
Technik heißt die feile Dirne,
Die an deine Stelle trat
Und um Gold mit frecher Stirne
Freihält nur dein Surrogat.

Statt des Dramas – Tingel -Tangel,
Nervenkitzel statt Musik,
Zum Ersatze für den Mangel
Edler Sitte – Schliff und Schick!
Statt der Weisheit, ernst beflissen, -
Wirres Wissen, mannigfalt,
Statt der Stimme der Gewissen –
Furcht nur vor dem Staatsanwalt!

Glatter Anstand statt der Tugend,
Statt der Bildung - die Dressur,
Statt der Poesie der Jugend
Pädagog’sche Unnatur!
Und, das schönste Glück zu hindern,
Das ein Herz empfinden Kann,
Statt des Christkinds zu den Kindern
Kommt der fade Weihnachtsmann.

Statt des Holzschnitts alter Meister –
Nüchterne Zinkographie!
Statt des Marmors – Stuck und Kleister,
Und Talente statt Genie!
Scherben statt des Edelsteins,
Schnödes Talmi statt des Gold’s,
Kautschuk statt des Elfenbeines
Und Papier aus Fichtenholz!

Statt des edlen Safts der Reben –
Nur ein chemisches Produkt,
Dass der Mensch statt frohes Leben
Sich den Tod hinunterschluckt.
Statt des Hopfens – Herbstzeitlose,
Statt des Malzes Glyzerin!
Statt der Heilung die Narkose,
Morphium statt Medizin.

Runkelrüben, Gyps von Toten –       (Gypsartige Steine, Steinmehl)
Statt des Safts des Zuckerrohrs,
Spott und Hohn und ekle Zoten –
Statt des göttlichen Humors.
Statt des Glaubens – Spiritismus,
Viele Worte statt der Tat,
Statt der Liebe – Egoismus - -
Alles, Alles Surrogat!


2.
Im Sommer

Kaum der Sommer hat begonnen,
Schwimmt die ganze Welt in Wonnen,
Und es kommt die Zeit der Feste,
Extrazüge, Ehrengäste,
Ausstellungen, Jubiläen,
Wo der Mensch in Komitee
Selbstgefällig mit Bedacht
Sich unendlich wichtig macht.
Hier versammeln sich die Lehrer,
Dort die Altertumsverehrer,
Da die Turner, die Juristen,
Dort die edlen Journalisten,
Da die Schützen, die Poeten,
Jene dort, die Teige kneten,
Hier die Kellner, dort die Schneider,
Schuster Wirte und so weiter.
Hier Antropo-, Geologen,
Dort die Dema-, Pädagogen,
Alpenclub und Feuerwehren,
Jene, die Kamine kehren.
Katholiken, Protestanten,
Ärzte, Maler, Musikanten,
Steno-, Typo-, Fotografen,
Bienenzüchter und von Schafen;
Advokaten und Agrarier,
Professoren, Proletarier –
Und dazu noch all die Sporte –
Kurz, es tagt an jedem Orte!

In den Blättern aller Schichten,
Wie viel gibt’s da zu berichten,
Welch ein Reden ohne Rasten!
Welche Fülle von Toasten!!
Wie viel Fahnen, Schleifen Bänder,
Schwarze Fräcke, Festgewänder,
Festjungfrauen, Blumenspenden
Muss die Menschheit jetzt verwenden!
Welch Gesurr von tausend Rädern,
Und wie wimmelt‘s in den Bädern,
Wie die Stände sich vermischen!
Alles lebt in Sommerfrischen,
Reist und fährt wie toll geworden,
Der nach Osten, der nach Norden,
Der nach Westen, der nach Süden,
Tag und Nacht fort, ohn‘ Ermüden!
Und doch hört man immer wieder,
Dass der Handel liegt darnieder,
Dass verkümmre das Gewerbe,
Dass die Landwirtschaft verderbe –
Kurz, trotz aller Festlichkeiten
Jammert man von schlechten Zeiten - -
Sagt! Wo lebt ein Alexander
Für dies gord’sche Durcheinander?!


3.
Die Mode

Heute grünlich, morgen Bläulich,
Affenbraun und Mäusegräulich,
Heut mit Bändern, Spitzen, Maschen,
Riesenknöpfen, Falten, Taschen,
Weit und schon von ferne rauschend,
Vorne glatt und enggeschlossen,
Faltenlos, wie angegossen, –
Heut, als gäb es keine Sitten,
Bis zur Nacktheit ausgeschnitten,
Morgen riesige Chemisetten –
Ärmel gleich den Federbetten –
Heute, wie in wilden Ländern,
Großer Mangel an Gewändern,
Morgen wieder Wandelglocken –
Heute kurze, krause Locken,
Morgen hoch, gleich Kirchturmknöpfen,
Riesenwulste auf den Köpfen –
Große Scheiben heut als Hüte,
Morgen – o du meine Güte! –
Winzig kleine, runde Töpfchen
Auf den langen, glatten Zöpfchen!
Ja, auch Handschuh und Stiefeletten,
Sonnenschirme, Schmuck und Ketten
Ändern fasst mit jedem Tage
Form und Farbe, Länge und Lage,
Und es hetzt fürwahr die Mode
Unsre Frauen schier zu Tode.
Bei den Männern auch nicht minder
Wechseln Beinkleid und Zylinder,
Rock und Weste, Frack und Kragen
Ruhelos in wenig Tagen.
Torheit schilt die Mode Jeder
Mit dem Wort, wie mit der Feder,
Aber Jeder macht sie mit,
Wenn auch nicht in gleichem Schritt.

Für die Mode gibt die Jugend
Hin zum Opfer ihre Tugend,
Mütter achten ihrer Pflicht
Ja der eignen Kinder nicht,
Und den Aufwand zu bestreiten,
Machen Männer selbst zu Zeiten
Schulden und – was kaum zu fassen –
Griffe gar in fremde Kassen.
Leider – es ist keine Fabel –
Wie ein neuer Turm von Babel
Wächst der Luxus jeden Tag –
Sagt mir, wie das enden mag?!

Fragt man irgend eine Dame,
Die da schwelgt in solchem Krame,
Wie sie vor sich selbst entschuld’ge,
Dass sie so der Mode huld’ge,
Sagt sie sicher Dir, sie treibe
Keinen Luxus, o bei Leibe!
Nein! Sie gehe mit der Mode
Nur, so weit es die Gebote
Guten Tones mit sich bringen,
Und sie wünscht vor allen Dingen,
Aufzufallen nicht den Leuten,
Die es übel würden deuten,
Wollt sie etwa so sich tragen,
Wies modern vor vierzehn Tagen. –

Trostlos sehn sich an die Gatten,
Die dereinst Vermögen hatten,
Und die Väter – arme Tröpfe!
Schütteln sorgenvoll die Köpfe.
Jeder fragt: „Wie soll das enden,
Wenn die Dinge sich nicht wenden?“
Doch in diesem Punkt auf Erden,
Wird’s wohl niemals anders werden.
Ohne End ist dies Kapitel,
Für die Krankheit gibt’s kein Mittel,
Denn nur mit der Menschheit Tode
Kommt die Mode aus der Mode!


4.
Sonst und jetzt

Zufrieden im beschränkten Kreise,
Genügsam nach der Väter Weise
Bestellte jeder sonst sein Haus.
Und wem ein Hüttchen nur zu eigen,
Der schaute unter grünen Zweigen
Neidlos und froh zur Welt hinaus.

Bedacht nur, wie er selig sterbe,
Trieb kunstbeflissen sein Gewerbe
Der treue Bürger in der Stadt,
Der Landmann auch auf seiner Scholle
Trug sein Geschick, das wechselvolle,
Getrost, zufrieden, wenn er satt.

Dem Reiter galt der Kampf als Leben,
Und denen war die Kunst gegeben,
Die hielten heilig den Beruf.
Der hohen Wissenschaft zu dienen,
War wie ein Priestertum erschienen,
Dem, der in stille weiter schuf.

Da war kein Hasten und kein Wogen,
Die Tage kamen still gezogen,
Es wechselt Sonnenschein und Frost,
Und Alles ging im gleichem Schritte,
Die alte Tracht, die alte Sitte,
Gesunder Trank und gute Kost.

Nur hin und wieder Einer jagte,
Wenn ihm die Enge nicht behagte,
Nach Schätzen unstet durch die Welt
Und zog hinaus mit leeren Taschen,
Das Glück im Fluge zu erhaschen,
Das er sich träumend vorgestellt.

Doch schaut umher in unsern Tagen –
Das ist ein allgemeines Jagen
Nach Glück und Reichtum, Lust und Kraft.
Der einzige Wahlspruch heißt: „Genießen.“
Ins Land, wo Milch und Honig fließen,
Ist Alles auf der Wanderschaft.

Der Eine sucht das Glück im Staube,
Und das er es dem Nächsten raube,
Scheut weder List er, noch Gewalt.
Mit dem, was ihm von Gott beschieden,
Gibt sich kaum Einer mehr zufrieden,
Des Armen Faust sich grollend ballt.

Jedwedem wird sein Platz zu enge
Und in dem wogenden Gedränge,
Tritt Eins das Andere in den Staub –
Nur Gold, nur Gold ist ihr Verlangen,
Man will nicht geben – nur empfangen,
Fürs Wort der Liebe sind sie taub.

Der Landmann will sich nicht mehr plagen,
Die saure Arbeit will behagen
Dem Handwerksmanne länger nicht.
Was unten ist mit wildem Toben,
Drängt unvernünftig sich nach oben –
Nur Rechte – aber keine Pflicht.

Der Krieger wünscht bequemen Frieden,
Und denen ein Talent beschieden,
Die machen draus ein Kapital –
Statt treu die Wissenschaft zu lieben,
Wird eitel Humbug nur getrieben,
Um blankes Geld allüberall.

O tolle Jagd nach Wohlbehagen!
Umsonst das allgemeine Jagen,
Bei dem kaum Einer bleibt zurück!
Wie sich der Lauf der Zeiten wende,
Nur Not und Elend ist das Ende –
Denn nur Zufriedenheit ist – Glück!


5.

„Unsere Nerven“

Neuzeit, groß und hochbewundert,
Deine Werke sind pompös –
Aber ist in dem Jahrhundert
Nicht die ganze Welt nervös?!

Damen, Herren, Mägde, Diener,
Adel, Bürger, Privatiers,
Nestbewohner, wie Berliner –
Alle Menschen sind nervös; -

Dichter, Künstler, Professoren,
Redakteure, klein und groß,
Richter, Redner und Doktoren,
Handwerksmann und Virtuos,

Handelsleute, Straßenkehrer,
Maurer, stets den Krug am Mund,
Schüler ebenso wie Lehrer,
Und der Jäger wie sein Hund,

Philosophen, Pfarrer, Denker,
Ja – bisweilen ist das bös –
Selbst der biedere Droschkenlenker
Und sein Gaul, sie sind nervös.

Aber kann’s ein Rätzel bleiben,
Dass die Nerven so kaputt?
Ist nicht unser Tun und Treiben
Nervenschädlich absolut?!

Wenn wir Morgens uns erheben,
Schon beginnt der Nerven Pein,
Und mit Schrecken und mit Beben
Nehmen wir das „Tagblatt“ ein.

Selbstmord, Brände, Zugentgleisung,
Raub und Diebstahl, Unglücksschlag,
Bringt zu unsrer Nerven Speisung
Uns die Presse jeden Tag.

Und der Wust politischer Dinge!
Wiederkehren jedes Jahr
Auf Bestellung fast im Ringe
Cholera und Kriegsgefahr.

Auf den Straßen, welch Gedränge,
Welch Getümmel und Geschrei!
Tramwaywagen, Menschenmenge,
Omnibus und Polizei.

Dampfmaschinen, Eisenbahnen,
Telefon und Telegraf,
Was wie heute kaum noch ahnen,
Raubt uns morgen schon den Schlaf.

Jedes Jahr bringt neue Wahlen,
Jeder Tag ein neu Gesetz –
Und das ewige Steuerzahlen,
Sozialer Fragen Hetz!

Selbst der Wissenschaft zu dienen
Ist nun nicht mehr angenehm.
Was noch heute wahr geschienen,
Wechselt morgen das System.

In der Schule unsre Jungen –
Welche Wissensjägerei!
Hat sich einer durchgerungen,
Wird er geistig krank dabei.

Welch ein Jagen, Hetzen, Hasten
Rings nach Reichtum und Genuss!
Nirgends Ruhe, nirgends Rasten,
Ruhelos rollt des Lebens Fluss!

Selbst die Kunst, statt zu erquicken
Unser Herz im Drang der Zeit,
Rollet auf vor unsern Blicken
Nur die schnöde Wirklichkeit.

Krank und hässlich, was sie malen,
Krank und hässlich das Gedicht,
Auf der Bühne – Folterqualen
Und Gespensterangesicht!

Menschlich schützen wir die Tiere,
Doch wer schützet unsern Geist
Vor dem Jammer der Klaviere,
Der die Nerven uns zerreißt?

Ja trotz Fortschritt und Gesittung,
Wenn nicht Einhalt bald geschieht,
Allgemeine Hirnzerrüttung
Wird das Ende sein vom Lied!

Nordseebäder, Kraftkonserven,
Machen keinen mehr gesund!
Gibt uns Gott nicht stärkere Nerven,
Gehen allmählich wir zu Grund!


6.

Melinit

Ein neuer Sprengstoff ist erfunden –
In der Kultur ein neuer Schritt!
Wie längst das Pulver überwunden,
Veraltet ist das Dynamit.

Schon freut der grause Menschenwürger,
Der Tod, sich auf den Ernte tag,
An welchem jeder brave Bürger
Vor seiner Wirkung zittern mag.

Umsonst die stärksten Mauerwerke,
Umsonst der Jahre Felsenkitt!
Es spottet ihrer Riesenstärke
Das neuerfundene Melinit.

Das ist die Großtat unserer Tage,
Dass uns zu sinnen lehrt der Zwang
Wie man zerstört mit einem Schlage,
Was man erbaut Jahrzehnte lang.

Ich fürchte von unsrer Zeit zu hören
Wird der Geschichte Wahrspruch sein:
„Sie war gewaltig im Zerstören,
Doch im Erbauen war sie klein!“


7.

Das Inserat

Wichtiger als Wind und Wetter,
Lebensquell der Tagesblätter,
Die gedeihen in jeder Stadt,
Deinem Dienst sind wir ergeben,
Du beherrschest unser Leben –
Pressbazille – Inserat!

Mit der Ehe zarten Banden
Einst du, die sich sonst nicht fanden –
Ehrensache – Diskretion.
Ohne dich, ein Spiel der Welle,
Findet keine sichre Stelle
Die solideste Person.

Allen Freunden und Bekannten,
Wie den lieben Anverwandten
Meldest du den Todesfall –
Die Geburt gesunder Knaben,
Alle, die verlobt sich haben,
Proklamierst du überall.

Feste, Bäder, fremde Biere,
Pferderennen, Schau und Tiere –
Alles zeigst du täglich an,
Wo Konzerte und Theater,
Bälle, Spiele, Wurstelprater
Und den neusten Fahrtenplan.

Täglich wird uns aufgebunden,
Was der Menschengeist erfunden,
Hosenträger neuster Art,
Hektographen, Pulsometer,
Doppelstärke, Thermometer,
Und ein Mittel für den Bart.

Dampfmaschinen, Schokolade,
Griechische Weine und Pomade,
Lodenjoppen, Portemonnaies,
Gartenspritzen, Schweizerpillen,
Nebelbilder, Brustpastillen,
Reisedecken, Kümmelkäs.

Krankenstühle, Zigaretten,
Gummiwaren, Talmyketten,
Fleischertrakte und Closets,
Hühneraugenpflaster, Uhren,
Taschenstifte, Wasserkuren,
Zimmergärten, Fischernetz.

Haus- und Zimmertelefone,
Süßholz und was auch nicht ohne,
Biercouleur und Glyzerin,
Falsche Waden, Chemikalien,
Und was neu an Musikalien
Oder Büchern just erschien.

Jägerwolle, Schützenhüte,
Loose von besonderer Güte,
Gießbübler, Apollinis,
Mit Apollinaris nimmer
Zu verwechseln, Douch‘ im Zimmer,
Wanzentod und Anglo-Zwiß.

Mittel gegen alle Schmerzen,
Rote Nasen, kranke Herzen,
Nervenschwäche und Katarrh,
Stottern, Trinksucht, Hämorrhoiden,
Und was sonst noch bringt hienieden
Unser Leben in Gefahr.

Kurzum ohne Inserieren,
Könnte niemand existieren,
Heutzutage mehr in der Tat,
Und was wir für Toren waren,
Wird der Nachwelt offenbaren
Unser Zeitungsinserat.


8.

„Miserabel sind die Zeiten!“
„Umkehr!“ tönt es von allen Seiten,
Doch was ist damit getan,
fängt bei sich nicht Jeder an?!

Dass die Menschheit um sich wälze,
Soll man waschen alle Oelze,
Doch meint Jeder, merkt euch das,
Macht mir nur nicht meinen nass.

Feldherrn will man, große Helden,
Die den Ruhm der Nachwelt melden,
Ehre, Herrschaft, stolzen Sieg –
Doch bei Gott! Nur keinen Krieg.

„Zu viel Freiheit hat die Menge,
Ordnung herrsche, Zucht und Strenge!“
Doch ein Jeder räsoniert,
Wenn die Ordnung ihn geniert.

Auf die Obrigkeit zu schelten,
Ist gebräuchlich und nicht selten,
Doch gibt’s eine Keilerei,
Heißt es: „Wo bleibt die Polizei?“
„Die Genusssucht ist entsetzlich,
Drum, man steure ihr gesetzlich!“ –
Doch ein Jeder mit Bedacht
Sich‘s so schön als möglich macht.

„Diese Geldsucht ist vom Übel,
Das ist klarer als die Bibel!“ -
Doch ein Jeder gerne wär
Über Nacht ein Millionär.

„Fort im sittlichen Interesse
Mit der skandalösen Presse!“ –
Doch ein wirklich gutes Blatt
Selten großen Absatz hat. –

Darum, soll es besser werden,
Lasst die Klagen und Beschwerden.
Jeder – das nur hilft voran –
Fange bei sich selber an.

Fort drum mit dem Pessimismus!
Dies sei unser Egoismus,
Dass ein Jeder nach Gebühr
Kehre vor der eignen Tür!