Der glückliche Familienvater

Hundertachtzig Zähne haben
Meine sechs geliebten Kinder –
Was der Zahnarzt jährlich kostet,
Sehen kann es selbst ein Blinder.

Sechs paar Stiefel bringt der Schuster
Und sechs Mäntel bringt der Schneider,
Alles geht halbdutzendweise,
Strümpfe, Schulgeld, Brot und Kleider.

Sind sie krank, gleich zum Spitale
Wird von selbst die ganze Wohnung.
Und sechs Silbergroschen kostet
Auch die kleinste Geldbelohnung.

Gehen wir aus, gibt’s auf der Straße
Ohne Weiteres ein Gedränge,
Und von selber mit den Meinen
Bilde ich eine Menschenmenge.

Welche Fülle von Ermahnung,
Welche Anzahl banger Sorgen,
Bis sie Alle aufgezogen,
bis sie Alle wohl geborgen!

Welch ein Leben in dem Hause,
Welch ein Wogen, welch ein Rauschen –
Und doch möchte ich um Millionen
Nicht mit einem Andern tauschen;

Denn das schönste Glück von Allen,
Ist ja doch der Liebe Segen,
Der mir aus zwölf Kinderaugen
Leuchtet jeden Tag entgegen.