Dort oben auf dem Baume
Gebt acht,
Da sitzt versteckt die Pflaume,
Und lacht.
Nun stellt euch alle unter
Den Baum und rüttelt munter
Und schüttelt sie herunter,
Dass's kracht!



Hörst du schlagen halber Acht!
Gleich das Buch zurecht gemacht.
Schau, wie's wudelt Groß und Klein,
Dick und dünn zur Schul' hinein.
Und nun spring und lern' recht viel,
Wer sich tummelt, kommt an's Ziel.
 


Kömmst du in die Schul', so lerne
Was man von dir will nur gerne,
Lesen, Schreiben, Rechnen auch
Ist bei Kindern erster Brauch.
Heißt es bei den Eltern schwitzen,
Was du kannst, wird dir nur nützen.
Wer nichts weiß, betracht's beim Licht -
Bleibt doch stets ein armer Wicht.



Wie ein König in goldenem Haus
Sitzt der Einsiedel in der Klaus,
Eichkätzlein sind sein Hofgesind,
Die hüpfen von Ast zu Ast geschwind,
Vöglein sind seine Musikanten
Und Hirsch' und Reh' die Leibtrabanten;
So lebt im Wald er still vergnügt,
Hat Niemand', der ihn belügt und betrügt


Ist ein Mann in Brunnen gefallen,
Habt' ihn hören plumpem,
Wär der Narr nit 'nein gefallen,
Wär er nit ertrunken.



Weiß ist das Mehl und schwarz der Ruß,
Ein jeder Mensch das wissen muß.
Schwarz sind, die den Rauchfang kehren,
Die Müller, die sind weiß;
Halt jeden Stand in Ehren,
Denn jeder brauchet Müh' und Fleiß. 



Guckt ihr lieben Kinder klein,
In den Kasten guckt hinein!
Menschen, Tiere allerhand
Und das ganze deutsche Land
Seht um einen Kreuzer ihr!
Herr'n und Damen kommt zu mir! 



Hab ein Vögele gefangen
Im Federbett,
Hab's im Arm 'nein g'nommen,
Hab's lieb g'hät! 


 
Das Büblein legt sich an den Bach,
Goldfischlein möcht es fangen;
Ein Wellchen läuft dem Andern nach,
Am Angel will nichts hangen.
Goldfischlein hin, Goldfischlein her,
Ach! das betrübt das Büblein sehr!



In den Keller läuft die Maus,
Stiehlt sich manches Bröcklein raus;
Springt die Katze auch hinab
Beißt der Maus das Köpflein ab!
Kinder! das sei wohl bedacht,
Wenn ihr's wie das Mäuslein macht! 



In den stillen Waldesgründen,
Gottes Allmacht zu verkünden,
Höret wie vorüberzieh'n
Nachtigallenmelodie'n!
Und des Mondlicht blaue Schatten
Senken sich auf grüne Matten
An der Quelle silberhelle,
Wo es plätschert, wo es singt,
Wo es rauschet, wo es klingt. 



Wer zugleich zwei Hasen hetzt,
Bringt nicht einen heim zuletzt.