Schlusswort


Damit ist die Grammatik aus,
nehmt euch das Beste nur daraus,
und haltet‘s treu in Eurer Hut,
beherzigt‘s wohl und merkt es gut.
Zwar ließe sich noch Vieles sagen,
doch fürcht ich, würd’s Euch nicht behagen,
wenn die Grammatik dicker wär‘ –
die kürze ist nur populär.
Und finden Philologen Lücken,
die mögen selbst sie überbrücken.
Fühlt eine Dame sich verletzt
und nicht, wie sie’s verdient, geschätzt,
und wenn ein Mann sich ärgern sollt‘ –
das Buch hat Beides nicht gewollt.
Bedenket doch, wohin wir kämen,
wenn jeden Scherz wir übel nähmen,
und stellt Euch eine Ehe vor,
die nicht vertrüge den Humor! –

Ziehe denn, du Grammatik,
in die Welt mit frohem Mute!
Fördern sollen deine Lehren
nur das Rechte und das Gute.

Wecken sollst du bei den Led’gen
nach der Ehe ein Verlangen
und mit deinem Scherz entschäd’gen
alle, die schon eingegangen.

Mögest du die Junggesellen
wie gelinder Schreck erfassen,
dass sie fortan nicht so viele
Frauenzimmer sitzen lassen.

Und die sitzen sind geblieben,
dass sie dieses Büchlein tröste!
Sehn sie, wie von allen Glückern
doch die Eh‘ nicht stets das größte.

Über ihre holden Pflichten
sollst die Frauen du belehren,
und die pflichtvergess‘nen Männer,
wenn es möglich ist belehren.

Unterrichten Unerfahr’ne,
Wissenden den Blick erweitern,
und vor Allem All‘ und Jeden,
der zur Hand dich nimmt – erheitern!