mit einem Blumenkorb und einer Decke


Heut‘ will ich dich erinnern ans schöne Elternhaus,
du gingst, ein fröhlich Kind noch, im Garten ein und aus.
Es sahen unsern Spielen die Eltern gerne zu,
wir waren stets so glücklich, wir beide, ich und du.
Da ging ich in den Garten, es war so wundersam,
mich dünkt, ein grüßend Flüstern von Bäumen und Blumen kam,
sie schüttelten lustig die Zweige, und weil ich alles verstand,
haben sie mich zum Feste grüßend herüber gesandt.
Der Birnbaum nickte bedächtig, „du, grüß‘ mir die freundliche Braut“,
Jasminstrauch sagte: „ich habe sie oft in der Laube geschaut,
da hab‘ ich sie fleißig gesehen, früh bis zum Abendlicht,“
und freundlich und bescheiden sprach das Vergissmeinnicht.
Da kam ich zu den Rosen, du weißt doch, wo sie steh‘n,
die weißen und die roten, sie duften wunderschön.
Die Rosen schüttelten sinnig die knospen mild und leis‘,
und seufzten „nun geht eine Rose schon wieder aus unserm Kreis“.
Drauf sucht ich mir den Efeu unten am Gartenzaun,
der bog sich zu rankenden Kränzen, es war eine Freude zu schau‘n.
Nimm Blätter, rief er, nimm viele, und bring‘ sie von uns herein,
es sollen ja Efeublätter die treue Erinnerung sein. -
Und wie ich also denkend von Blume zu Blume geh‘,
und nach den allerschönsten für dich zum Strauße seh‘,
da wird mit einem Male mir gar so froh der Sinn,
will länger hier nicht wandeln als ernste Schwärmerin.
Du gehst ins glückliche Leben, es bleibt dir lange frisch,
hier hast du auch ein Tüchlein für deinen Frühstückstisch.
Das grüßt dich jeden Morgen und bleibt sich immer gleich,
wenn diese Rosenschon lange abgefallen und bleich.
Hier ist das Tuch und die Blumen – oh nimm sie nur geschwind,
du weißt ja, dass es Grüße aus trauter Heimat sind,
und Blumen mögen streuen nur sel’ge Liebeslust,
bewahr‘ ein treu Gedenken mir immer in der Brust.