ein Gedicht über Schlechtwetter


Finster und schaurig und grässlich die Nacht. -
Seht, wie es blitzt und donnert und kracht!
Wild stürmen die Winde, laut heulet der Sturm,
Da schlägt es zwölf vom nahen Turm. -
Und einsam auf dunklem Pfade schleicht
Ein Wanderer; jetzt hat er das Tor erreicht!
In weiten, schleppenden Mantel gehüllt,
Die wirren Haare umflattern ihn wild.
Da seht! Jetzt steht er vor dem Tor,
Er hebt die Hände zum Schwur empor,
Verzerret das Antlitz in wildem Grimm
Und ruft mit grässlich gewaltiger Stimm‘:
„Nie!“ ruft er, „so lang‘ noch ein Tropfen Blut
In meinen Adern rinnen tut,
So lang‘ ich noch wandle auf dieser Erde,
So lang ich noch leben und atmen werde,
Nein, hört ihr’s, ihr Stürme in wildem Gebraus?
Nie – nie - nie geh‘ ich – ohne Regenschirm aus!“