Wünsche

Geburtstagswünsche

Alle Jahre wieder, die jährlich wiederkehrenden Geburtstage mit den damit auferlegten Verpflichtungen einen Geburtstagswunsch zu übermitteln. Was wünsche ich? Passende Geburtstagswünsche zu finden scheint zunächst kein Problem zu sein, jedoch in der Praxis will es auch nicht sofort gelingen. Soll doch der Wunsch auch treffend sein. Wie sollten sie nun aussehen, die besten Glückwünsche zum Geburtstag? Es ist weder leicht noch schwer. Vielmehr sollten wir uns im Vorfeld ein paar Gedanken machen, denn der Geburtstagswunsch sollte wirklich passend für das Geburtstagskind sein. Die Charaktereigenschaften des Geburtstagskindes sollten zunächst überprüft werden. Ist der ausgesuchte  Glückwunsch wirklich passend? Hier sollten wir also bedacht handeln und uns bei der Entscheidung ruhig etwas Zeit zur Überlegung nehmen.




Jedes Geburtstagskind, ob groß oder klein, freut sich über Wünsche und Grüße zu seinem Geburtstag.

 

Immer reicher, Jahr um Jahr,
grüßt es mit Geschenken,
immer froher um dich her
blüht es auf – und umso mehr
lerne dich beschränken.

Lerne dich an dem zu freu'n,
was du dir errungen
und wirf es ab, zu bereu'n,
was dir nicht gelungen!

Cäsar Otto Hugo Flaischlen

 

 
Viele Gratulanten, welche eine Glückwunschkarte zum Geburtstag schreiben möchten, suchen im Internet nach Ideen für originelle Glückwünsche.

 

Man nehme zwölf Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und mit einer guten, erquickenden Tasse Tee.

Catharina Elisabeth Goethe 1731-1808 

 

Kummer sei lahm!
Sorge sei blind!
Es lebe das Geburtstagskind!

Theodor Fontane

 

Als ich heute früh erwachte, und an dich dachte da fiel mir der Gedanke ein, heute muss doch dein Geburtstag sein. 
Alles Gute zum Geburtstag wünschen ...

 

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank, und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge Dir gelingen!

 Wilhelm Busch

 

Lustige Geburtstagswünsche gesucht

Kennt ihr lustige Geburtstagswünsche ? Falls ja, hinterlasst doch bitte einen Kommentar...

 

Bleib gesund und stets vergnügt, weil mir das am Herzen liegt.

 

Kummer, sei lahm! Sorge, sei blind! Es lebe das Geburtstagskind!

Theodor Fontane  

 

Das Geheimnis des Glücks ist,
statt der Geburtstage
die Höhepunkte des Lebens zu zählen.

Mark Twain

 

Das Glück deines Lebens  
hängt ab von der Beschaffenheit
deiner Gedanken.

Marc Aurel

 

Jeder, der sich
die Fähigkeit erhält,
Schönes zu erkennen,
wird nie alt werden.

Franz Kafka

 

Jedes Jahrzehnt des Menschen
hat sein eigenes Glück,
seine eigenen Hoffnungen
und Aussichten.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Die ersten 40 Jahre unseres Lebens liefern den Text,
die folgenden 30 den Kommentar dazu.

Arthur Schopenhauer

 

Ein echter Freund erinnert sich an Deinen Geburtstag, nicht aber an Dein Alter.


Werde, was du noch nicht bist,
bleibe, was du jetzt schon bist.
In diesem Bleiben und diesem Werden
liegt alles Schöne hier auf Erden.

Franz Grillparzer

 

Jedes Jahr müssen sich neue Geburtstagswünsche für Freunde und ausgedacht werden, wahrlich keine einfache Aufgabe.

 

Mit dem Alter ist es wie mit dem Wein.
Es muss ein guter Jahrgang sein.

 

Der Wunsch zum Geburtstag sollte jedoch einen gewissen Grad an „Lustig“ nicht überschreiten. Hier ein Beispiel:

Mümmelgreise, grau und kalt,
sind oft 70 Jahre alt.
Waschen selten sich mit Seife,
rauchen aus 'ner kalten Pfeife,
tragen meistens schäbige Hüte,
schnupfen aus der Tabakstüte.

Oft auch ist die Frau gestorben,
der Geschlechtstrieb ist verdorben,
und zum Wässern lediglich
dient der Schnibbeldiederich.

Zieht er dazu ihn heraus,
geht der Strahl nicht geradeaus,
und auch nicht im hohen Bogen 
wirft er seine Wasserwogen.

Nein, ganz langsam, halb im Schlafe,
wie zum Ton der Äolsharfe,
und in größter Seelenruh'
wässert er sich auf die Schuh'.

Wilhelm Busch

 

Wenn man auch noch möglichst originelle, freche, lustige Geburtstagssprüche für das Geburtstagskind gestalten will. 

 

Altersballade

Das große Glück, noch klein zu sein,
sieht wohl der Mensch als Kind nicht ein,
und möchte, dass er ungefähr
schon 16 oder 17 wär.

Doch dann mit 18 denkt er: Halt,
wer über 20 ist, ist alt.
Kaum ist die 20 grad geschafft,
erscheint die Dreißig greisenhaft.

Und an die 40, welche Wende
Die 50 gilt beinah als Ende.
Doch nach der 50, peu à peu,
schraubt man das Ende in die Höh.

Die 60 scheint jetzt ganz passabel
Und erst die 70 miserabel.
Mit 70 aber hofft man still,
ich werde 80, so Gott will.

Wer dann die 80 überlebt,
zielsicher nach der 90 strebt.
Dort angelangt, zählt man geschwind,
die Leute, die noch älter sind.

Wilhelm Busch

 

Wünsche zum Geburtstag

Wer die Körner wollte zählen,
die dem Stundenglas entrinnen,
würde Zeit und Ziel verfehlen,
solchem Strome nachzusinnen.

Auch vergehen uns die Gedanken,
wenn wir in dein Leben schauen,
freien Geist in Erdeschranken,
freies Handeln und Vertrauen.

So entrinnen jeder Stunde
fügsam glückliche Geschäfte.
Segen dir von Mund zu Munde!
Neuen Mut und frische Kräfte!

Johann Wolfgang von Goethe

 

Alles Gute zum Geburtstag! Lustige Glückwünsche zum Geburtstag:

Meine kurzen Wünsche sind
eine gute Sache
heute fürs Geburtstagskind:
Lebe! Liebe! Lache!

Friedrich Morgenroth

 

 

Es gibt viele Möglichkeiten und Bräuche, mit denen man jemanden seine Glückwünsche zum Geburtstag übermitteln kann. Mal wird dem Geburtstagskind die Hand gereicht, mal klopft man ihm auf die Schultern, dann wird es umarmt und geküsst. 
Eines der schönsten Bräuche sind jedoch der vorgetragene, wie auch der geschriebene Geburtstagswunsch.

 

Wenn man so langsam in den Jahren ist,
Wo man bedeckt mit grauen Haaren ist
Und sich noch freut, dass sie noch am Platze sind,
Weil die doch besser, wie ne Glatze sind;
Wenn es nicht mehr so richtig vorwärts geht
Und wenn man lieber sitzt, als dass man steht
Kurz: wenn man ungefähr so alt wie ich,
Kommt`s Alter langsam, aber sicherlich.

Ob man dich alt hält, fühlst du bald heraus.
Sagt man zum Beispiel: „Sie seh'n glänzend aus!"
Das sagt man Ält'ren, wo der Glanz verweht,
Weil sich's bei Jüng'ren ganz von selbst versteht.
Sagt dir ein jüng'rer Freund: „Du, sei mal schlau!
Ich muss verreisen - acht' auf meine Frau,
Ob brav sie bleibt", dann spürest traurig du:
dir traut er, denn dir traut er nischt mehr zu.

Stehst in der Bahn du und es sitzt vor dir
'ne hübsche Maid, du kokettierst mit ihr –
Und sie steht auf, sagt: „Bitte, ich kann stehn,“
und macht dir Platz, dann sagst du: “Danke schön!“
Die Passagiere schau'n dich lächelnd an,
Und du sitzt da als ein „gesetzter“ Mann
Und sie geht raus – und du guckst hinterher
Schön ist die Jugend, doch „Sie“ kommt nicht mehr.

Wie alt du bist, das merkst du ganz genau,
naht dir in üpp'ger Bluse eine Frau.
Einst hast du räsoniert: „Zieh' aus, komm' ran!“
Heut' sagst du resigniert: „Behalt' se an!“
Küsst höchstens, wenn sie jung, die Stubenmaid,
spürst da vielleicht 'nen Hauch der Jugendzeit.
Doch, wenn du später deine Alte küsst,
dann, Freund, dann merkste erst, wie alt du bist.

Bist du erst alt, dann schwindet Frauengunst,
Dann musste zahl'n, dann hast du nichts umsunst,
Liebst du 'ne Junge, und wirst alt wie ich,
Vergisst sie dich – und dann vergisst sie sich.
Küss deine Frau – der bist du angenehm,
Ist sie auch nicht mehr jung – du hast`s bequem,
Sie ist zu Gegendiensten gern bereit
Und freut sich über jede Kleinigkeit.

Das Alter macht dich mild und ausgesöhnt.
Dann hast du dich auch an die Frau gewöhnt.
Selbst ihre Fehler könn'n dich nicht mehr quäl'n,
Dir tät was fehl'n, wenn ihre Fehler fehl'n.
Zwar manchmal denkst du - und du schaust sie an:
"Nein, wie der Mensch sich doch verändern kann!
Wie konnt ich bloß" – – – Sei still und merke dir:
Sie denkt von dir genau wie du von ihr.

Otto Reutter

 

 

Hoch die Welt! Wir leben hier in Saus und Braus,
und wir komm'n hier aus der Freude gar nicht raus.
Kaum, dass wir der Erde nah' sind,
freu'n wir uns schon, dass wir da sind,
freu'n uns dann durchs ganze Leb'n
bis zum Schluss von unserm Streb'n –
und dann freu'n wir uns erst recht, denn dann ist's aus –
und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus.

Kaum zur Welt gekommen, werd'n mir schon massiert,
werd'n gebadet und wie'n Postpaket verschnürt,
kriegen schon als kleine Rangen
Puder auf die hintern Wangen,
werd'n, so oft dir was gemacht,
stets ins Trockene gebracht –
und so wickelt man uns ständig ein und aus –
und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus.

In der Schule lern'n wir dann mit Müh'n und Flenn'n,
alles, was wir später nicht verwenden könn'n,
Bleiben dann im Examen sitzen,
müssen noch ein Jährchen schwitzen,
krieg'n vom Lehrer einen Knuff,
von dem Schulrat einen Puff –
Und die ander'n Prügel kriegen wir dann zu Haus',
und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus.

Und nun lern'n wir'n Handwerk – ei, das tun gern –
vielleicht Fleescher – – und wir mussten griechisch lern'n –
Gründ'n dann ein Geschäft mit Zagen,
da verlier'n wir Kopf und Kragen,
werfen uns auf andre Chos'n,
da verlier'n wir Rock und Hos'n,
und die Steuer zieht uns dann das Hemde aus –
und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus.

Später kommt die Heirat, denn „sie“ drängelt sehr.
Manchen Reiz der Neuheit kenn'n wir schon vorher,
schieb'n bald los mit andern Leuten,
wir gehn kneipen, komm'n ins Streiten,
ärgern uns, wir krieg'n 'nen Schwips,
komm'n nach Hause ohne „Gips“,
da empfängt uns dann die Alte mit Applaus –
und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus.

Ziemlich schnell und plötzlich werd'n wir Vater dann.
Grad' im Wirtshaus sind wir, kommt ein Bote an:
„'s ist was Kleines angekommen!“
Darauf wird noch eins genommen.
Da stürzt der nochmal herbei:
„Komm'n Sie schnell, es sind schon zwei!“
Na, dann loofen wir, sonst werden drei draus,
und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus.

Zu Besuch stell´n sich nun oft Verwandte ein,
Schwiegermutter, Basen, Tanten, das wird fein.
´n alter Onkel kommt aus Posen –
wie lang' werd'n wir den liebkosen?
Zu sein´m Koffer schleichen wir,
zähl´n die Hemden, – es sind vier –
Na, dann bleibt er ja vier Monat´ hier im Haus,
und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus.

Schließlich werden wir recht behäbig mit der Zeit,
kümmern uns nur um die eig'ne Leiblichkeit.
Zahnschmerzen haben wir dann keene,
denn wir haben ja keene Zähne.
Geg'n die Glatze schaffen dann
wir ein Haarwuchsmittel an –
davon gehn uns dann die letzten Haare aus –
und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus.

Und die Frau nun erst, wie sieht die später aus!
Mit den Jahren geht sie ganz aus sich heraus.
Wir entdecken nach ´ner Weile
gänzlich neue Körperteile.
Müssen uns, wenn wir poussier´n,
immer neu erst orientier´n.
Denn so oft wir komm'n, da sieht se anders aus –
und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus.

Wenn man dann mal ´n junges schlankes Mädel sieht,
kriegt man selbst als alter Knabe noch App'tit.
Doch die Alte steht daneben
und sie sagt mit Zornesbeben:
"Den App'tit auf das Vergnüg'n
kannst du ja wo anders krieg'n,
Aber fressen musste hier bei mir zu Haus" –
und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus.

Und dann kommt der Schluss – wir müssen fort von hier –
sie geht erst – ihr geb'n galant den Vortritt ihr,
bleib'n, als die von ihr Erlösten,
noch zurück, um uns zu trösten.
Dann, zum Himmel zieh'n auch wir –
da steht sie schon vor der Tür.
„Na, da bist du ja.“ So ruft sie freudig aus –
und so komm'n wir aus der Freude gar nicht raus.

Otto Reutter